Auf zu neuen 100 Tagen

27 Jan

Ohoh…, da hatte ich doch gedacht, mal eben 20 Kilo in 100 Tagen abzunehmen. Die letzten x mal 100 Tage haben mich eines Besseren belehrt. Schlauer bin ich geworden:

  • sein Gewicht in den Griff zu bekommen und zu halten ist ein Lebensprojekt
  • es basiert auf konsequenter Prioritätensetzung
  • man muss mit Rückschlägen umgehen und trotzdem weitermachen
  • häufig sind andere Menschen eine Gefahr für dieses Vorhaben, aus Dummheit „aber das darfst Du doch essen“ und/oder Boshaftigkeit „hier ich habe extra einen leckeren Kuchen für Dich gebacken“
  • Zuckersucht ist real
  • nicht jeder schafft es ein Stückchen Schokolade zu essen, sondern bei manchen hilft nur die auch in anderen Zusammenhängen erfolgreiche „No way-Policy“
  • Sport gehört dazu, macht schlank, schön, gesund und gute Laune
  • Weight Watchers liefert einen guten Ansatz, schaffen muss man es alleine

16 Kilo habe ich abgenommen. Für immer? Who knows. Aber man fühlt sich besser mit weniger Gewicht. Genauso wie mit weniger Gepäck. Übergewicht ist ein Gefängnis und hält Dich zurück.

 

6 Kilo hopefully gone forever :) – Weight Watchers Tag 33 von 100

22 Sep

WaageIch halte durch. Und jeder Tag war eine neue Herausforderung.

Mal kam Besuch, mal war ich eingeladen, dann war morgens Hektik und ich vergaß mein Essen mitzunehmen. Am nächsten Tag wollten Kollegen nach Feierabend ein Bier trinken, am übernächsten gab es mittags Brötchen vom Catering Service.

Mal war ich glücklich und habe überlegt, ob das ein Grund wäre, mir mal „was zu gönnen“. Dann war ich schlecht drauf und dachte kurz darüber nach, ob Schokolade die Lösung sein könnte.

Meine wichtigste Erkenntnis der letzten Wochen war: Es gibt immer einen Grund, zu viel und zu ungesund zu essen. Und es gibt immer die Möglichkeit, sich dagegen zu entscheiden.

Die letzten vier Wochen ist es mir gelungen. Wird das so bleiben? Oder wird es vielleicht für immer eine Herausforderung bleiben? Greifen hier auch irgendwann die Macht der Gewohnheit und der Konditionierung?

Hat jemand Erfahrungen damit gemacht? Dann freue ich mich riesig über Kommentare! 🙂

 

 

 

Kuchen backen und Geburtstag feiern – Weight Watchers Tag 3 von 100

23 Aug

20170823_195238[1].jpgHeute tauchte eine neue Herausforderung für mein Punktekonto auch. Vielleicht ist sogar jeder Tag eine Herausforderung für das Thema Abnehmen? So habe ich das noch gar nicht betrachtet. Heute gab es einen Geburtstag in unserer erweiterten Familie und die Geburtstagsfeier fand in unserem Haus statt. Das Kuchenbacken heute morgen war noch keine Herausforderung. Während der Käsekuchen im Ofen vor sich hin bräunte, berechnete ich seinen Punktewert. 192 Punkte!! Ich hatte natürlich nicht vor, den Kuchen alleine zu essen, aber mir war klar, dass eine halbwegs sinnvolle Unterteilung, also in 16 Stücke, immer noch mit 12 Punkten pro Ministück zu Buche schlagen würde.

Ich beschloss ein Stück Kuchen zu essen und dies bei den Tagespunkten einzuplanen. Am meisten hat mich die Erkenntnis schockiert, dass ich ohne diesen „Bewusstmachungsprozess“ sicher ein doppelt so großes Stück und wahrscheinlich noch ein zweites gegessen hätte.

Ich habe das lächerlich relativ kleine Stück seeeehr langsam gegessen und es hat mir völlig gereicht. Später habe ich mich gefragt, ob es 12 Punkte „wert“ war. Genusstechnisch war es das, weil ich den schönen Nachmittag auf der Terrasse mit meiner Familie und einem glücklichen Geburtstagskind genossen habe. Weil ich weder mit langem Gesicht daneben gesessen habe und KEINEN Kuchen gegessen noch mich hinterher schlecht fühle, weil ich zu viel gegessen habe. Vielleicht war dies heute für mich ein Referenzerlebnis für das rechte Maß, das öfters sicher kleiner ist als ich denke. 🙂

Freestyle Lunch für unterwegs – Weight Watchers Tag 2 von 100

22 Aug

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Lange ist es mir schwergefallen gesundes, gut transportierbares und leckeres Essen für unterwegs vorzubereiten. Mittlerweile habe ich dafür einen einfachen Weg gefunden. Ich schichte Salat und Obstsalat in jeweils ein Schraubglas. Die Salatsoße kommt in ein extra Glas. Die Zusammenstellung variiert nach Lust, Laune und Kühlschrankinhalt. Ich bin begeistert von dieser einfachen und abwechslungsreichen Möglichkeit. Über weitere Tipps für „gesundes Essen to go“ freue ich mich!! 🙂

Kochen für die Familie – Weight Watchers Tag 1 von 100

21 Aug

Was kocht man, wenn der eine jeden Tag das gleiche essen möchte, der andere immer etwas neues? Wenn der eine nichts aufgewärmtes und der andere nichts rohes essen möchte? Wenn der eine Zwiebel und Knoblauch verachtet, der andere diese für die Geheimnisse jeden schmackhaften Essens hält? Wenn der eine zweimal täglich warm essen und der andere spät frühstücken und nur einmal essen möchte?

Entweder man schließt Kompromisse oder kocht vier verschiedene Gerichte.

Ich habe mich schon als die Kinder klein waren für letzteres entschieden, weil ich Enttäuschung oder Gemecker über das Essen nicht ertragen kann. Somit verbrachte ich viel Zeit mit Kochen, was ich aber zum Glück gerne mache und wenig Zeit damit zu überlegen was ICH denn essen möchte. Letzteres hat sich in den letzten Wochen geändert, denn ich möchte nicht mehr einfach irgendetwas essen, nur weil es praktisch ist.

Ausgehend von meinem Weight Watchers-kompatiblen Essen habe ich heute für die Family gekocht – Blumenkohlsuppe vorweg, Veggy-Geschnetzeltes, Reis, großer Salat, Light Knoblauchsoße, Obst als Nachtisch. Und es hat allen geschmeckt. Fotos gibt es davon nicht, da zu unspektakulär. Mein Tag begann außerdem mit einer Walking-Runde und endete beim Fitness-Training. Ich hatte also einen perfekten WW-Tag. WW ist nach meiner Erfahrung sehr gut kompatibel mit dem Familienleben, was ich wichtig finde um es durchhalten zu können. Man kann von manchem einfach weniger essen, Gemüse und Salat tun jedem Familienmitglied gut und kalorienreich aufpimpen kann man natürlich auf Wunsch auch jedes Gericht .

 

100 Tage Weight Watchers

20 Aug

Seit vielen Jahren begleiten mich die Themen Abnehmen, Diäten und Nie-wieder-Diäten. Ein paar erfolglose Versuche kann man hier und hier nachlesen. Nach Bekanntschaft mit allen Trend-, Nischen und pseudowissenschaftlichen Ernährungsumstellungen (das Wort Diäten ist ja mittlerweile VERBOTEN) bin ich seit einigen Wochen bei Weight Watchers angemeldet. Mit Weight Watchers habe ich mich vor 25 Jahren einmal halbherzig beschäftigt. Es überzeugte mich damals nicht. Die Low Carb-Welle nahm mit Atkins damals Fahrt auf und jahrelang surfte ich auf ihr.

Weight Watchers hat sein Konzept verändert und die Erfolgsgeschichten sind grandios. Auch ich kann erste Anfangserfolge verzeichnen. 🙂

Das Prinzip:

  1. Es gibt ein Punktebudget für jeden Tag. Die Höhe hängt ab von Alter und Ausgangsgewicht.
  2. Darüber hinaus gibt es ein Wochenpunktebudget, das man beliebig einsetzen kann. Jeden Tag ein paar Punkte mehr oder alle auf einmal „verbraten“.
  3. Durch Sport gewinnt man „Aktivitätspunkte“. Diese können eingesetzt werden, um zu viele Essenspunkte zu kompensieren oder eben nicht.

Die Botschaften hinter diesen Punkteregeln sind einfach und jedem bekannt:

  1. Iss maßvoll.
  2. Ausnahmen sind in Ordnung, solange es bei Ausnahmen bleibt.
  3. Sport hilft beim abnehmen.

Also nichts Neues, ABER das Punkteprinzip ist einfach und schafft Klarheit, wo das Gefühl für das rechte Maß abhanden gekommen ist. Das kontinuierliche Erfassen mit Hilfe einer App macht Spaß und schafft Bewusstsein, bei unbewussten Essern. In den wöchentlichen Treffen sind nur Leute, die wissen was es heißt abzunehmen und auch nicht abzunehmen. Ich habe fast alles zu dem Thema schon mal gehört oder gelesen, aber dennoch inspiriert es mich zu hören, wie andere es schaffen mit Herausforderungen bei Festen oder an Abenden nach einem langen Arbeitstag umzugehen.

Das Konzept überzeugt mich. Es macht mir Spaß. Aber es ist kein Selbstläufer. Auch hier greifen die bekannten Sabotagemechanismen. Aber ich will und werde es durchziehen. Es hat für mich etwas von der letzten Chance… Ich werde die nächsten 100 Tage diesem Thema widmen.

Und wie bei jeder guten Diät Ernährungsumstellung, beginnen diese MORGEN. 😀

Angekommen im neuen Zuhause

1 Aug

Hunde im neuen GartenVorbei sind die Renovierung, der Umzug, die Einweihungsbesuche und die Eingewöhnung. Wir sind angekommen. Im neuen Haus. Hinter uns liegen chaotische Monate, in denen wir nirgendwo zuhause waren. Im bisherigen Haus verschwanden jeden Tag Dinge, die bisher wie selbstverständlich zu unseren Alltag gehört haben und im neuen Haus dauerte es bis sich so etwas wie Wohnlichkeit einstellte. Bei allem Gejammer muss ich trotzdem sagen, dass alles einfach wie am Schnürchen geklappt hat.

Was macht nun aus einem Haus ein Zuhause?

Das Haus muss zu den Menschen passen, die darin leben. Es muss Platz für all die Dinge und Tätigkeiten bieten, die einem wichtig sind. Aber nur soviel, dass einen Wartung, Pflege und Kosten nicht auffressen. Ein Zuhause bietet Schutz und Entspannung. Es dient den Menschen und versklavt sie nicht. Es ist dort, wo der Lebensmittelpunkt ist. Nicht das Haus bestimmt den Lebensmittelpunkt. Es diktiert nicht das Leben, sondern fügt sich harmonisch in das Leben der Bewohner ein.

Ein Haus wird ein Zuhause, wenn man Zeit und Muße hat, um darin glücklich zu sein. Wenn es Platz bietet für seine Lieben und alte und neue Freunde. Wenn es Schutz bietet vor neugierigen Nachbarn und wenn man so darin leben kann wie man möchte, ohne die soziale Kontrolle der Hobbylosen.

Das neue Haus ist perfekt.

 

Umzug – Was darf mit? Was nicht?

2 Jun

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Der letzte Umzug liegt sechzehn Jahre zurück und ich hatte vollkommen vergessen, dass dies eine tage-/wochen- und mitunter monatefüllende Tätigkeit sein kann. Das neue Haus ist nun renoviert und mit allen Möbeln, die wir mitnehmen wollen und ein paar neuen Möbeln ausgestattet. Die Kleiderschränke wurden gekürzt, damit sie passen. Es sieht hell, freundlich und sehr aufgeräumt aus, denn alle Inhalte aus Schränken, Regalen, Kisten, Kellerräumen und vom Dachboden befindet sich noch in unserem jetzigen Haus. Dort herrscht Chaos pur, denn nichts hat mehr einen Platz. Ich genieße diese Zeit trotzdem. Denn jetzt habe ich die Gelegenheit für jedes Teil zu entscheiden, ob es mit in das neue Haus zieht oder eine andere Bleibe finden muss.

Einiges habe ich schon verkauft, vieles verschenkt und manche Dinge haben nun endgültig ausgedient. Da käme auch Upcycling an seine Grenzen. Noch drei Wochen, dann ziehen wir endgültig um. Ich freue mich. 🙂

 

Küchenkauf – eine Küche für’s Leben

19 Apr

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Die Vorbereitungen auf den Umzug gehen voran. Und in dieser Woche habe ich eine der schönsten Aufgaben, die damit zusammenhängen. Ich habe mir eine neue Küche gekauft!! Wieviele Küchen kauft man in seinem Leben? Für mich ist es nun die zweite. Zwei Küchen in fast einem halben Jahrhundert. Meine restlichen Küchen waren ungeliebte Hinterlassenschaften von Vormietern, mit denen ich mich früher oder später arrangiert habe.

In früheren Zeiten waren Küchen das Zentrum des Hauses und oft der einzige beheizte Raum. In den Siebzigern waren dann plötzlich kleine Verschläge modern, in denen Muttern hektisch kochte, während der Vater Zeitung las und die Kinder mit dem Besteck auf den Tisch trommelten.

Kurze Zeit später entdeckte man, dass ein Tisch in der Küche doch extrem praktisch ist und die Idee der modernen Wohnküche war geboren. Heute kocht man nicht nur in Küchen, sondern man isst gemeinsam mit der Familie, bereitet Essen mit Freunden zu, die Küche ist Treffpunkt und Kommunikationszentrum. Das Leben findet eigentlich in der Küche statt und damit ist sie der wichtigste Raum im ganzen Haus. Die Selbstverwirklichung findet an der Kochinsel statt!…Ok, Ihr merkt, ich habe in den letzten Wochen viel, vielleicht zu viel Zeit in Küchenstudios verbracht… 😀

Der Küchenkauf ist eine Wissenschaft. Und die Anzahl der Anbieter, Modell und Kombinationsmöglichkeiten unendlich. Gefühlt, nicht mathematisch!

So bin ich also in die Tiefen der Küchenwissenschaften abgetaucht. Und es dauerte eine ganze Weile bis ich a. wusste was ich wollte und b. dies den Küchenfachberatern vermitteln konnte. DENN die Küchenbranche hat wenig Interesse an Transparenz und informierten Kunden.

In dieser Phase stieß ich zufällig auf ein Buch „Clever Küchen kaufen“ von Heinz und Olaf Günther. Ich habe schon Tausende Bücher zum Thema „erfolgreich, besser, reicher und glücklicher werden“ gelesen, aber keines hatte einen so direkten messbaren Nutzen. Ich habe durch das Buch 800 Euro gespart. Wer den Kauf einer Küche plant, sollte es sich unbedingt zulegen! Meines wäre jetzt auch abzugeben….

So bin ich also gut informiert in verschiedene Küchenstudios mit Träumen und Bildern von Küchen im Kopf. Und heraus kam eine Küche auf die ich mich sehr freue. Die die unabänderlichen Bedingungen berücksichtigt (es gibt zum Beispiel eine…“hello Sechziger“ …“Durchreiche“) und in meinem zukünftigem Leben hoffentlich gute Dienste leistet, ohne mich jetzt so arm zu machen, dass ich keine Lebensmittel mehr einkaufen kann.

Von der Größe her ist sie mehr Typ „Verschlag“, aber dank der „geschickten modernen“ Lösungen, sehe ich mich schon in ihr neue Gerichte ausprobieren, gesund und köstlich essen, mit Freunden essen zubereiten, mit meinen Liebsten frühstücken, auf Barhockern Wein trinken. Und ein bisschen hoffe ich natürlich auch, dass sie mich etwas besser, organisierter, stylischer und glücklicher macht. 😉

Ganz liebe Grüße ❤

 

Umzug in 100 Tagen

31 Mrz

In Australien habe ich nicht nur viele neue Dinge erlebt, sondern endlich auch Zeit und genügend Abstand gefunden, um über lange Verdrängtes, die Zukunft und das Leben allgemein nachzudenken. Wie „La Imperial Feng“ schrieb, hatte ich bei meiner Rückkehr die Gelegenheit mit frischem Blick auf unser Zuhause zu blicken. Die lange Pendelei zur Arbeit belastete mich noch mehr als vorher und was mich vorher schon störte, fand ich mit frischem Blick noch unerfreulicher. Den Häusermarkt hatte ich von Australien aus über Monate beobachtet. Und dann tauchte vier Tage nach unserer Rückkehr plötzlich ein süßes, kleines Haus in einem großen Garten mit altem Baumbestand auf. Bei der Besichtigung gefiel es mir noch besser als auf den Fotos. Fünf Tage lang habe ich gehofft und auf eine Rückmeldung gewartet und dann bekamen wir den Zuschlag!

Damit rollte eine ziemlich große Kugel los ( was passiert mit dem jetzigen Haus? wie werden Familie und Freunde reagieren? wie kommen meine Lieben und ich damit klar, denn wir hängen aus vielen Gründen sehr an unserem Haus?…).

Wir ziehen also im Sommer um. Vom Land in die Stadt. In etwa 100 Tagen. Das wird ein großes, komplexes und emotionales Projekt. Deshalb widme ich ihm hier die nächsten 100 Tage.

Wer möchte, kann mich begleiten und schon einmal einen Blick in den Garten und auf das noch kleinere und süße Gartenhaus werfen. 🙂

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Liebe Grüße und Euch ein schönes Wochenende ❤